INTROmyself NACHTSICHTEN #03

will nicht darüber nachdenken – wach-
höchstens im Traum – wenn er mich
zwingt.

Ich denke das hat jeder –
einen Traum in dem jemandem –
aus der
Familie
etwas zustößt- jemand zu Schaden kommt- krank wird

stirbt

JEMAND

das hört sich so weit weg an.

Natürlich sind :Mama Papa Bruder und Schwester gemeint.
Ich wache schweißgebadet auf und MUSS anrufen-
am nächsten Tag-
ob denn wirklich alles gut ist.
Ist es immer.
Alles gut
– Alle da.

An dem Tag an dem mein Vater gestorben ist
und er mit Blumen übersät aufgebahrt da lag –
sah
es so aus als wäre diese Bild
aus einem bösen Albtraum entsprungen.

Ein Albraum ist eine lahme Trocken-Übung des Schmerzes.
Im Leben.

Ein laffer Abklatsch – doch war es vielleicht gut –
diese kleine Fingerübung im Traum schon ab und an
zu machen-
wer weiß ob man nicht sonst
zersprungen wäre
in 10000 Stücke

S., 41

Veröffentlicht von

INTRO

Das INTRO aus Performance, Kunst und theatraler Vielfalt! Vom 18. - 26. Juni 2016 in Leipzig.

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